Martin Frommelt - biografische Notizen

Martin Frommelt wird 1933 im Fürstentum Liechtenstein geboren. Nach der Schulzeit durchläuft er eine dreijährige Grundausbildung im bildnerischen Gestalten bei seinem Onkel, dem Priester, Politiker und Künstler Anton Frommelt. Von 1952 bis 1962 widmet er sich dem Kunststudium an der Ecole des Beaux-Arts in Paris.

Nach dem Studium schliesst er sich mit Kollegen in Paris zu einer Künstlergruppe zusammen, die sich mit der Integration von Kunst in der Architektur und im öffentlichen Raum beschäftigt. Dem Galeriebetrieb und somit dem Kunstmarkt der 1950er und frühen -60er in Paris bleibt er fern. 1962 Rückkehr nach Liechtenstein, das erste eigene Atelier.

Erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben zur künstlerischen Gestaltung im öffentlichen Raum, mit der er sich bis heute beschäftigt. Unter anderem widmete er sich der Farbgestaltungen ganzer Gebäudekomplexe.

Sein erstes druckgrafisches Werk „Die Apokalypse nach Johannes“ erscheint nach fast zehnjähriger Entstehungszeit im Jahre 1970 - eine serielle Arbeit (Farbholzschnitt) zur Thematik der Transzendenz.

Der zweite grosse Grafikzyklus „Vähtreb-Viehtrieb“ erscheint 1986, nach über acht Jahren Entstehungszeit - eine expressive grafische Erzählung in Tiefdrucktechnik über das karge Leben der Viehhirten in den Alpen.

Nach weiteren zehn Jahren präsentiert Martin Frommelt den Radierungszyklus „CREATION – Fünf Konstellationen zur Schöpfung“ (1989-1999). Es handelt sich hierbei um ein umfassendes Panoptikum der gestalterischen Erscheinungsformen unserer natürlichen Umwelt und der visuellen Strukturen in der Kosmologie, die er frei von künstlerischen Manierismen zur Darstellung bringt.

Nach diesem Opus Magnum widmet er sich dem Projekt „Spinieu“, einer begehbaren Skulptur aus Beton mit Email-Elementen, die 2005 eingeweiht wird. Von 2004-2007 entsteht eine Serie von über 60 grossformatigen Email-Stelen. Seither beschäftigt er sich wieder intensiv mit der Malerei.

Martin Frommelts Werke sind in internationalen Sammlungen vertreten:
Kunsthaus Zürich, Grafische Sammlung ETH Zürich, Albertina Wien, Museum Kolumba Köln, Kunstmuseum Liechtenstein, Mezzanin Stiftung für Kunst, Privatsammlungen.

 


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